ohne wirkliche Not

Ein in Hamburg lebender Freund, gebürtig in Wiesensteig, schreibt mir:
„Hab eben noch kurz die youtube-Darstellung zur DB-Filstalbrücke bei Wiesensteig angeschaut… Auch wenn ich jetzt nicht der Heimatfuzzi bin, das ist echt ein Sündenfall à la Waldschlösschenbrücke in Dresden. Man kann eine Landschaft auch ohne Sinn und Verstand verschandeln und entstellen, traurig, vor allem ohne wirkliche Not.“
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Leider schweigen die Lämmer (mit Ausnahmen) und nehmen gottergeben hin, was ihnen von oben aufgedrängt wird.

Zur Erinnerung eine Zeitungsnotiz aus den Stuttgarter Nachrichten von 2010:
Stuttgart - Bahn-Chef Rüdiger Grube hat am Freitagabend ein offensives Plädoyer für Stuttgart 21 und die ICE-Neubaustrecke nach Ulm gehalten. Das Milliardenprojekt könne im Zeit- und Kostenrahmen bis 2019 fertig werden, bekräftigt er beim Forum Stuttgart 21.

Grube hat sich dann 2017 aus dem Staub gemacht und ein desolates „Milliardenprojekt“ und eine notleidende Bahn hinterlassen. Ebenfalls aus 2010 stammt das
Memorandum von Prof. Bodack zur Neubaustrecke, wo die „Not“ zur DB-Filstalbrücke ad absurdum geführt wird.

Ewigkeitsbaustelle

Für Satire, Hohn und Spott gibt Stuttgart 21 auch aktuell was her:

Die Welt: „Fahrplan der GroKo in Stuttgart-21-Baustelle vermutet“:
Anscheinend ein goldrichtiger Tipp: „Wir haben lauter leere Fahrpläne bis zum Jahr 2021 gefunden“, konnten die Suchtrupps im Areal der Baustelle von Stuttgart 21 verkünden. Für Nahles ein Signal, das optimistisch stimmt: „Einer davon ist bestimmt von uns!“

Polit-Kabarett: Wie die Ewigkeitsbaustelle Stuttgart 21. "Warnse mal dort? Wenigstens schreckt sie Islamisten ab, die glauben: ,Ach, da waren wir ja schon."
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Im Gegenteil, sollte der Halbtief-Schrägbahnhof je fertig werden, wäre er für Islamisten eher ein magischer Anziehungspunkt: für Terroranschläge.

rot

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Natur beim Wurmbau

Aus der Predigt vom letzten Parkgebet vor 3 Tagen:
„Zusätzlich besteht noch die Möglichkeit, dass das Haltestellenprojekt an sich selbst scheitert, dass etwa der Anschluss an die Strecke über das Filstal nach Ulm bei Untertürkheim nicht gelingt und die Bauarbeiter von dem vielfachen Glück, das sie immer wieder hatten, so verlassen werden wie die Kollegen bei Rastatt. Auch kann der Gipskeuper noch vor Fertigstellung einen Strich durch die unvernünftige Planung machen oder ein Hochwasser in der Stadtmitte.“
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Auch die menschliche Natur kann bei den heute Mächtigen eine Wende auslösen, wenn sie sich davon einen Machterhalt versprechen. Ein Dominogeschehen könnte die Folge sein.

die Regierung tönt

Aus dem amtlichen Schreiben eines Staatssekretärs (Enak Ferlemann):

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Des Kaisers Mantel deckt die Blößen zu.

Das Schweigen der Lämmer

„Warum schweigen die Lämmer“ nennt Professor Rainer Mausfeld sein Buch. Darüber spricht er auch in dem Video mit Ken Jebsen.
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Warum Stuttgart 21 gegen jede Vernunft durchgezogen werden kann, hier wird es klar. Der Kaiser ist zwar nackt…

von wegen "im Plan"

Heute auf Titelseite Südwestpresse Ulm, Bildausschnitt:
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Wie immer raffinierte Bahn-Propaganda mit Vorschusslorbeeren. In der Untertitelung
- „fast vor dem Abschluss“
- „Ende 2022 soll die Strecke dann fertig sein“
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Aber welcher Plan ist gemeint? War nicht einmal 2008, 2018…2021 der Plan? Und „Ende 2022 (= Dez.2022)“ heißt nach allen Erfahrungen mit Bahn-Terminen frühestens 2023. Das Endergebnis: „5 Milliarden Euro für keinen Nutzen“.

Bahnexperte hat abgesagt

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Umstieg anders

BUND-Vorschlag mit Teilerhalt des Kopfbahnhofs, besser als „best geplant“…
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negative Leuchttürme

Stuttgarter Nachrichten heute:
„Bauer ist wohl der prominenteste Spaziergänger dieser Stadt, der nicht nur spaziert, sondern mit offenen Augen durch die Stadt geht und auf das aufmerksam macht, was alles schiefläuft: Mietwahnsinn, Rassismus oder Stuttgart 21.“
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Erstaunlich, dass die Stuttgarter Nachrichten in Joe Bauer noch eine Art Hofnarren zulassen. Die genialen Karikaturen von Friederike Groß in der Stuttgarter Zeitung zum Thema Stuttgart 21 sind leider ganz verschwunden.

fakt - faktiger - am faktischsten

Die „Fakten“ (Blog gestern) vergehen:

Fakt 5:

-
fakt im Jahr 2017: Fertigstellung 2021, „womöglich“ 2023

-
faktiger schon heute im Jahr 2018: Fertigstellung 2025

-
am faktischsten wird die Fertigstellung aber erst 2030 sein oder „womöglich“ 2036 und am allerfaktischsten an St.Nimmerlein (jedenfalls nicht in der geplanten Form als Tiefbahnhof und Flughafenbahnhof ohne Gäubahn.)

Auch andere „Fakten“ bei den „
10 Fakten“ sind schon umgefaktet worden…
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Dem „Granatenscheiß“ S21 (B.Palmer) ist mit Vernunft nicht gut beizukommen, weil es ein Projekt der Macht und des Kapitals ist, das macht- und kapitalgesteuert ist. Vernünftige Argumente werden abgestritten, ignoriert und weggelogen. Bleiben als angemessene Waffen des Widerstands Humor, Satire, Groteske, Scherz, Wortwitz und die Blödelei.
Manchmal auch Hohn und Spott wie bei den „Schmeichelworten“.

Concorde und Titanic

Auch noch aktuell wird in der Stuttgarter Hauptpresse bei Artikeln zu Stuttgart 21 die Serie „10 Fakten zu Stuttgart 21“ eingeblendet.
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as ist ähnlich wie bei „10 Fakten zur Titanic“ und zur Concorde
10 Fakten zur Concorde (Quelle Wikipedia)
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1. Die Concorde war das erste Überschall-Passagierflugzeug im Linienflugdienst für Passagiere, das von 1976 bis 2003 betrieben wurde.

2. Die Flugzeit auf ihren wichtigsten Strecken über den
Atlantik zwischen Paris beziehungsweise London und New York betrug mit etwa 3 bis 3,5 Stunden rund die Hälfte im Vergleich zu modernen Unterschallflugzeugen,

3. Sie erreichte maximal
Mach 2,23 (2.405 km/h). Sie erhielt in der Sowjetunion mit der sowjetischen Tupolew Tu-144 ein Konkurrenzmuster. Die Zelle wurde von Aérospatiale (heute Airbus) und der British Aircraft Corporation (heute BAE Systems) entwickelt und gebaut, die Triebwerke Olympus 593 von Rolls-Royce (Bristol Siddeley) und SNECMA.

4. Der Erstflug war am 2.März 1969.

5. Die Stückzahl betrug 20.

6. Pro Treibstoffeinheit generierte die Concorde nur die Hälfte der Passagierkilometer einer damaligen Boeing 707. Gegenüber der neuen Boeing 747 war es nur ein Drittel.

7. Die Flüge aufgenommen hatten die Flugzeuge gleichzeitig am 21. Januar 1976 mit Flügen nach
Rio de Janeiro via Dakar durch die Air France sowie nach Bahrain durch British Airways Washington aufgenommen werden, diese Flüge waren 1976/1977 zu 90 Prozent ausgelastet.

8. Neben der Wirtschaftlichkeit scheiterte der Betrieb zu mehr und anderen Zielen auch an der mit rund 6000 Kilometern für längere Direktflüge zu geringen Reichweite.

9. Am 31. August 1976 landete eine Concorde erstmals in der Schweiz, auf dem Flughafen Genf. Am 28. April 1979 landete eine Maschine der Air France auf dem trinationalen Flughafen Basel-Mülhausen.

10. Die futuristische Concorde wurde von der Presse auch als „Königin der Lüfte“ gefeiert.
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Die 10 Fakten stimmen! War da noch was? Ja!! Das Wesentliche und Wichtigste fehlt! So auch bei den „10 Fakten (2017)“ (kommentiert von S.B.)

Jesus spricht

Lukas 14, 26-28
„28. Denn wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er es hat zur Ausf
ührung?
29. Auf daß nicht, so er den Grund gelegt,
und nicht vermag es zu vollenden, alle, die es schauen, anfangen, ihn zu verspotten,
30. Und zu sagen: Dieser Mensch fing an zu bauen, und vermochte es nicht zu vollenden.“

Chance gehabt und vertan!

Aus swp.de heute: „Wäre seine Partei (SPD) an der Macht, so Stoch, dann würde die Kinderbetreuung kostenfrei werden, bis ins Jahr 2025 immerhin 500 000 Wohnungen geschaffen, der öffentliche Nahverkehr auch als Antwort auf den Dieselskandal großzügig ausgebaut…
…Beim Thema Verkehr bekamen die Grünen ihr Fett ab.
Rivoir nannte den Verkehrsminister Winfried Hermann den „obersten Fahrdienstleiter im Land“, der immer gegen Stuttgart 21 gewesen sei, bei der Einweihung in ein paar Jahren aber dann vorne dran im Zug sitze.“
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Herr Stoch, Die SPD war an der Macht, als sie dem Verkauf von 20.000 LBS-Wohnungen an die Heuschrecke Patrizia zugestimmt hat, bereits mit großem Gewinn weiterverkauft. Die Mieter leiden Not und sind für die SPD verloren.
Zu Rivoir: Reines Wunschdenken ist, dass Stuttgart 21 „in ein paar Jahren“ eingeweiht wird. Die SPD begünstigte das Eisenbahn-Zerstörungsprojekt gegen jede Vernunft (Blog gestern). Ihnen ins Stammbuch vom Experte Karl-Heinz Rößler:
"Stuttgart 21 ist eine reine Geldverschwendung, die nicht nur keinen Nutzen hat = keine Fahrzeitverkürzung, sondern sogar schädlich ist, indem die Kapazität des Bahnknotens Stuttgart stark verringert wird.“  (Blog3.9.2018)

Sargnagel

Aus alten Blogs:
Der Niedergang der SPD im Ländle hat auch mit Stuttgart 21 zu tun.
„Der SPD hat der Einsatz für Stuttgart 21 sogar extrem geschadet, weil ihre Anhängerschaft extrem gespalten ist bei dem Thema...“ (Politikwissenschaftler Gabriel aus Stuttgart in der Stuttgarter Zeitung.)
Die Parteiführung hat nicht auf die eigenen Mitglieder gehört,
eine Mitgliederbefragung (Veröffentlicht am 30.09.2010) zu einem möglichen Baustopp von Stuttgart 21 ergab folgendes Ergebnis:
Abgegebene Stimmen 483 Wahlbeteiligung: 40,7%
Davon stimmten 68,1% für einen Baustopp.
Für die geplanten Ausführung von S21 stimmten 30,6%.
1,3% Enthielten sich der Stimme.

"Wir sind für Stuttgart 21, weil die SPD der Überzeugung ist, dass diese Planung besser ist als andere, dass die Kosten– Nutzenplanung besser ist als bei anderen. Und weil wir wollen, dass mehr Verkehr auf die Schiene kommt und dass man Stuttgart vernünftig anbindet. [...] Wenn deutliche Mehrkosten auftreten sollten, werden wir erneut dieses Kosten– Nutzenverhältnis prüfen und eine ganz rationale nüchterne Position dazu finden."
Nils Schmid, 28.11.2009
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Von wegen „ganz rational“! Die maßgebenden S21-Politiker verharren bei allen Hiobsbotschaften in einer Art Schockstarre.

weshalb?

LESERBRIEF an das Schwäbische Tagblatt

(Volker Rekittke beschrieb in seinem "Übrigens" vom 1. Oktober den Versuch, von A nach B zu gelangen.)

Die Weshalb-Fragen im
Leserbrief von Dorothee Esche vom 15. Oktober sind noch zu ergänzen:

Weshalb behauptet auch Bahnchef Lutz wie seine Vorgänger, der fällige Ausstieg aus dem Eisenbahn-Zerstörungsprojekt Stuttgart 21 sei teurer als der Weiterbau, eine ganz unsinnige Behauptung wider besseres Wissen unter Geheimhaltung der Berechnung?

Weshalb werden die neuen Erkenntnisse zu Umweltbelastung, Hochwasser, Brandschutz und Verkehrsbedarf weitgehend ignoriert?

Matthias Richling sagte in einem Interview schon 2009: „Bei Stuttgart 21 steht die Vernunft leider ganz hinten in der Warteschlange." Das Projekt ist einfach zu schlecht und hat die Vernunft und Natur gegen sich. Es ist schon heute gescheitert im Hinblick auf Bauzeit, Kosten, Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit.

nicht bierernst...

…sondern mit Freude dabei! Vier von der Capella Rebella:
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na bitte...

…Großprojekte können gelingen! Foto S.B. vorgestern bei einer Hafenrundfahrt:
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Kommentar und weitere Fotos bei Zum Blog aktuell.

selbsterklärend...

…zum Blogeintrag gestern
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nicht bei S 21?

Gestern:
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Im Tunnelsystem und Schiefbahnhof S 21 ist ein Zugbrand ausgeschlossen?

Macht und Vernunft

Thomas Felder an Bundesverkehrsminister Scheuer:
„Im unterirdischen achtgleisigen Schiefbahnhof wird kein Taktfahrplan mehr möglich sein, wenn der oberirdische sechzehngleisige Kopfbahnhof einmal abgebaut ist. Dieser allein aber ist heute schon ideal ausgestattet für Ihr Vorhaben (siehe
hier)." 
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Lieber Thomas,
Matthias Richling sagte 2009 in einem Interview: „Bei Stuttgart 21 steht die Vernunft leider ganz hinten in der Warteschlange." Vernünftigen Argumenten ist die Politik der Macht bei S21 nicht zugänglich.

aus der Rede

Schluss der Rede von Christoph Hofrichter, Schauspieler, Regisseur und Mitglied des Bezirksbeirats in Obertürkheim, auf der 436. Montagsdemo am 8.10.2018

„Eine miese, verlogene, kaltblütige Volksverdummung!“
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Wikipedia zu Christoph Hofrichter

S 21: "hochriskantes Pilotprojekt"

Rede Dr. Laternser gestern auf der Montagsdemo: „Riskanter Tunnelbau in und um Untertürkheim“

„Stuttgart 21 bleibt grundwassertechnisch ein hochriskantes Pilotprojekt.

F
ür eine technisch blamable und völlig unwirtschaftlichen Politiker-Bahnverknotung wird das lebenswichtige Naturgut Wasser und eine ganze Stadt gefährdet.“
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Dr. Laternser warnt vom Projektbeginn an immer wieder wegen der komplizierten Geologie vor dem Tunnelwahn Stuttgart 21. Irrwitziger Tunnelbaugroßversuch Stuttgart 21 im quellfähigen Anhydrit unter einer Großstadt (2017)

Satire-Mail an mich

E.Sch.: „Hiermit möchte ich Dich aus Anlass der Fertigstellung von S21 einladen! Dies zwar leider etwas verzögert, weshalb ich selber nicht dabei sein kann, denn ich musste vorher das Zeitliche segnen. Auch Du wirst mit der Teilnahme vielleicht etwas Schwierigkeiten haben, aber vielleicht klappt's doch noch.

Nun ist dieses
2028 endlich eingetreten, halt nicht 2021, hat kaum mehr gekostet, nur schlappe 10 Milliarden, und wir sollten uns glücklich schätzen, dass das best geplante Projekt aller Zeiten doch noch so rasch uns den Anschluss an die Welt gebracht hat. Man war ja von Anfang an sehr skeptisch (weißt Du noch?), und nun können endlich auf den neuen 8, statt der originär 16 + 1 Gleisen, die Züge gleichzeitig hinter- und übereinander fahren und so die mindestens doppelte Kapazität des vorhandenen Bahnhofs erreichen.

Man muss nur etwas aufpassen, dass man auf den leicht abschüssigen Bahnsteigen nicht abgleitet und im Brandfall gut mit Atemschutz ausgerüstet ist. Statt der ausgefallenen Aufzüge kann man auch gern die zahlreichen behinderungsfreundlichen Treppenanlagen benützen.“
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Der gute E.Sch. ist nicht ganz dem Laufenden, wählt aber die Satire als angemessene Form der Kritik. Die Fertigstellung von S21 findet nicht 2028, sondern vermutlich frühestens 2030 oder am St. Nimmerleinstag statt und an Kosten auch für eine Sparversion oder Kombilösung werden weit mehr als 10 Milliarden vergeudet sein.

Karrieren

„Vom Hausbesetzer zum Hausbesitzer“ - so die berliner Wandlung eines schwäbischen Rebellen aus Gammertingen im Schauspiel „Global Player“ Theater Lindenhof.

Einst schob
Werner Wölfle als profilierter Gegner von Stuttgart 21 auf Demos 2010 sein Fahrrad neben mir her, heute fährt er vermutlich im Dienst-Mercedes mit Chaufeur als Stuttgarter Bürgermeister und man hört von ihm in Sachen S 21 keinen Pieps mehr. Freiwilliger oder dienstlich verordneter Maulkorb?

Gefunden (Quelle fehlt, vermutlich Zeitungsartikel):
„Erst versucht man, den braven Bürgern das Projekt Stuttgart 21 als Konjunkturprogramm zu verkaufen – und dann finden die maßgebenden Herren nicht einmal einen Termin, ihre Unterschrift zu leisten“, so Werner Wölfle, MdL und Fraktionssprecher der Grünen im Stuttgarter Rathaus. „Ein weiterer Höhepunkt im langen Reigen der Grotesken und Possen um den Tiefbahnhof“.
„Gefragt sind nicht bunte Info-Pavillons, gefragt sind vertrauensbildende Antworten: Wie steht es mit der Wirtschaftlichkeit des Projekts? Wo liegen die Risiken? Weswegen zögert die Bahn? Wer zahlt, falls die Mittel samt Risikozuschlägen nicht ausreichen? Immerhin geht es um Steuergelder.“, so Wölfle.

reine Schönfärberei

Aus dem BUND-Positionspapier: »Neupositionierung«
„ S
ämtliche Kostenberechnungen und Zeitpläne der Bahn waren reine Schönfärberei, welche einzig und allein dazu dienten, das umstrittene Vorhaben politisch durchzusetzen. Getäuscht wurden auch die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Volksabstimmung – Geschäftsgrundlage der Abstimmung war der von der Bahn zugesagte verbindliche Kostendeckel von 4,5 Milliarden Euro und nicht die Frage, ob Stuttgart 21 realisiert werden soll, koste es was es wolle.“
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Kann aus einem solchen
Lügenprojekt etwas Positives entstehen?

"aber etwas fehlt..."

Kritik des Aktionsbündnis an Stuttgart 21 und damit am Kombi-Modell-Vorschlag des BUND (Stuttgarter Nachrichten):
  • Tunnelbau und Schienenverkehr im Anhydrit mit Dauer-Störanfälligkeit,
  • fehlender Brandschutz,
  • erhöhtes Risiko von Überflutung,
  • Terror-Risiken und
  • weiterer klimabelastender Betonverbrauch
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Mir fehlen bei dieser Kritik vor allem noch
  • öde Tunnelfahrten im Fernverkehr ohne Blick auf die Stadt („optische Kastrierung“ Stuttgarts)
  • fehlende Barrierefreiheit zu ebener Erde, verminderte Reisequalität
  • Unterbrechung/Zerstörung des Schlossgartens
(Blogtitel „aber etwas fehlt“ aus Brecht, Mahagonni)


Alles umsonst?

Detaillierte Vorbereitung für die geplante Großdemo in Stuttgart und bundesweit:
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Frankfurter Rundschau:
„Die Polizei Aachen hat die für Samstag geplante Großdemonstration „Wald retten - Kohle stoppen“ am Hambacher Forst nicht genehmigt. Es bestünden „erhebliche Gefahren für die öffentliche Sicherheit bei der Durchführung der Versammlung“, teilte die Polizei am Donnerstagabend mit.“
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Läuft das riesige Bürger-Engagement gegen den Braunkohleabbau Hambacher Forst ins Leere? Die Polizei als „willige Vollstrecker“ für die RWE-Interessen wie am Schwarzen Donnerstag für die Mappus-Klicke?

Parallelen zum Schwarzen Donnerstag

Hambacher Forst wird geräumt, es gibt viele youtubes davon:
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Zur Großdemo am Samstag fahren auch Busse aus Stuttgart. Ein Frontbanner:
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erneutes Umdenken?

Aus E-Mail von M.R.:
„Es war allen „Wissenschaftlern“ seit Beginn der Komödie S21 klar, selbst dem Oberguru Dr. Geißler, daß der angestrebte Leistungszuwachs mit der derzeitigen Planung nicht zu erreichen war. Allen voran Werner Stohler von der SMA in seinem Stresstest-Gutachten…
Unstrittig ist daher eine Doppelstocklösung, die mit sanierten oberen Gleisen - übrigens auch schon im Lageplan zu PfA 1.1 als nördliches Bahnhofsgebäude dargestellt - den Tiefbahnhof und damit auch den vorbeugenden Brandschutz entlastet. Deshalb ein erneutes „Umdenken jetzt“.
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Zwei Lager stehen sich derzeit scheinbar geschlossen und unverrückbar gegenüber: die Stuttgart-21-Befürworter und die Baustopp- und Kopfbahnhof-Verfechter. Ob sie sich mit der Doppelstock = Kombilösung ähnlich dem
BUND-Positionspapier abfinden könnten? M.R. aus dem Kopfbahnhof-Lager plädiert dafür. Das würde aber eine weitere Zeitverzögerung bedeuten, die Gefahren des Tunnelsystems und des Schrägbahnhofs blieben bestehen und das „Rosensteinviertel“ müsste gewaltig abgespeckt werden.

wegducken oder besinnen?

Sehr gut platzierte Großanzeige (1/1 Seite!) in der FAZ vom Sa 29. 9. 2018
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In den ICEs wurde diese Ausgabe nicht wie sonst üblich in der 1.Klasse ausgelegt, ein spezieller Zwangs-Vogel-Strauß der Bahn-AG für ihre Kundschaft. Den Skandal S 21 kann die Bahn aber nicht ganz verheimlichen, er dringt längst durch alle Ritzen. Ich hoffe, alle Abgeordneten in Berlin bekommen die Großanzeige mit deutlichen Anschreiben alle in ihre Post, damit sie sich nicht mehr so leicht wegducken können.