Alternative Fakten (5 und Schluss)

Ein Ingenieur von Stuttgart21 im Schwarzwälder Boten:
Er unterstrich, dass von den Tunnelbauwerken bereits 50 Prozent im Bereich des S21-Baustellen und 60 Prozent im Bereich der Neubaustrecke nach Ulm fertiggestellt seien.
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  • Wenn es 50% der Strecken sind, so jedoch eher die unproblematischeren Abschnitte. Die heiklen Abschnitte wie Unterfahrung der alten Bahndirektion, Flughafenbahnhof, die längsten Strecken im Anhydrit und der untere Anfang des Fildertunnels mit der Wendekaverne u.a. sind nicht dabei. Vor allem nicht 50% der „Schräghalbtiefhaltestelle“ (keine einzige fertigen Kelchstütze).
  • „fertiggestellt“ ist der Rohbau der Tunnels, der Ausbau mit Gleisen, Oberleitungen, Rettungsstollen u.a. muss dazu kommen.

Alternative Fakten (4)

Ein Ingenieur von Stuttgart21 im Schwarzwälder Boten:
Wenn S21 fertiggestellt sei, erhalte die Stadt Stuttgart die Möglichkeit, die gut 100 Hektar Fläche des alten Kopfbahnhofs als einen neuen Innenstadtbereich mit Bürogebäuden sowie sozial verträglichen Wohnungen (Europaviertel), zusätzlichen Parkanlagen und einem neuen urbanen Wohnviertel – dem neuen Rosenstein-Stadtquartier – zu gestalten. Das berichtete der Ingenieur.
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- „sozial verträgliche Mieten“? Gibt es die im Europaviertel? Die Realität sieht so aus: Im Baukomplex mit Wohnungen „Pariser Höfe“ werden für 80 qm Wohnraum über 2.000 € Miete verlangt. „Eingezogen sind fast ausschließlich Singles und Paare zwischen 25 und 45 Jahren“ (StZ). Im Hochhaus namens „Cloud Nr. 7“ kostet der Quadratmeter zwischen 8500 und 15.400 Euro.

- Aus Stuttgarter Zeitung, August 2014. Entlarvung der 100ha-Lüge:
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- A1: gehört nicht zu Stuttgart 21, ist schon seit Jahrzehnten frei und inzwischen fast bebaut
- C: ist heute schon „frei“, allerdings mit Baulogistik S21 belegt
- B: so gut wie bei S21 kann das Paketpostamt und zumindest Teile des Abstellbahnhofs frei gemacht werden.
Ergebnis: die 100 Hektar schrumpfen auf etwa ein Drittel

Zusätzliche Erläuterungen bei Grund 13. Jahrhundertchance


Alternative Fakten (3)

Ein Ingenieur von Stuttgart21 im Schwarzwälder Boten:
„Befürchtungen, dass auf längere Sicht Probleme mit den Tunneln entstehen würden, weil sie im Anhydrit-Gestein gebaut werden müssen, teile er nicht. "Es wissen nur wenige, dass es in Stuttgart schon seit geraumer Zeit 50 Kilometer Tunnel gibt. Die meisten führen durch Anhydrit. Mir ist nicht bekannt, dass ein Tunnel stark beschädigt worden oder gar vom Einsturz bedroht ist.“
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Aus dem Auftragsgutachten für den Aufsichtsrat der Bahn-AG von KPMG / Ernst Basler + Partner):
„Insofern muss man sich bewusst sein, dass bei jedem Tunnel im Anhydrit inhärent ein
im Ingenieurbau unüblich großes Risiko für die Betriebstauglichkeit besteht.“ (Duden: inhärent bedeutet „einer Sache innewohnend“)

Bei den 9 Tunnels der letzten Jahre gibt es bei 7 starke Quellungsschäden (=78%) - und von den 4 modernsten Tunnels (Engelberg, Adler, Chienberg, Freudenstein) auch 3 Stück (=75%). Quelle: Dipl.-Geologe R. Laternser

Alternative Fakten (2)

Ein Ingenieur von Stuttgart21 im Schwarzwälder Boten:
Er hält es durchaus für möglich, dass S21 trotz Verzögerungen Ende Dezember 2021 in Betrieb gehen könne. "Die Bahn hat bereits ein Jahr aufgeholt und setzt alles daran, den vorgegebenen Fertigstellungstermin einzuhalten.
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Überschrift mit nachfolgender Begründung in
Kontext:Wochenzeitung:
Nie und nimmer wird der Tiefbahnhof vor Ende 2023 fertig“

Alternative Fakten (1)

Ein Ingenieur von Stuttgart21 im Schwarzwälder Boten:
Weitgehend fertig sind die drei Düker-Bauwerke, darunter der mächtige Nesenbachdüker, der in Kürze in Betrieb gehen soll.
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Kommentar S.B.:
  • „Weitgehend fertig“… ist Wunschdenken, nicht Realität.
  • „in Kürze“… es wird wohl noch mindestens 3 Jahre dauern: "Unter dem Ansatz der derzeitigen Terminpläne der Stuttgarter Straßenbahnen AG und der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH wird der neue Düker Nesenbach 2020 in Betrieb genommen." (Auskunft Bahn, Quelle)