Parodie nach Hölderlin (2008 / 2013)

Glasfenster in St. Laurentius Obrigheim, Foto
Andreas Keller
wurmb-obrigheim
„…und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen,
dessen Spitze bis an den Himmel reiche,
damit wir uns einen Namen machen
_____________________________________

BLOG
Internet-Tagebuch
Web-Logbuch = we
blog buch


Blogmotto:
Stuttgart 21 ist ein Wurmbau zu Babel und wird scheitern.
Das Projekt ist einfach zu schlecht und hat Natur und Vernunft gegen sich.
______________________________________________________________________________


Die Seele verkauft.
Thursday 17. September 23:07
Prof. Ostertag wurde am Mo, 14.09.2015, im neuen Schloss das „Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der BRD“ überreicht. Und er hielt eine mit Beifall bedachte Rede, in der zu Stuttgart 21 deutliche Worte gefallen sind:
________________________________

„Die Stadt spricht nicht mehr. Sie hat ihre Seele verkauft.
GROSSPROJEKTE prägen die Stadt. Stuttgart 21, A1 („Europaviertel“) Volumen ohne Raum, der beabsichtigte Irrsinn im Oberen Schlossgarten, Rosensteintunnel, die sinnlosen Einkaufstempel, beschädigen die Räume, die Kultur der Stadt Alpträume, die Kilometer raumzerstörender blauer Röhren, eher Hydrierwerk als Stadt und die verheerenden Kollateralschäden von S21 signalisieren das Ende was die Geschichte als Stadt kennt.“

Ganze Rede
hier lesen.

:



Logenplatz für den Untergang
Wednesday 16. September 20:11
„Logenplatz“ in der Schlagzeile Stuttgarter Zeitung: der-logenplatz-an-der-grossbaustelle ist ein positiver Begriff, der darüber hinweg täuscht, dass es sich für viele Jahre um eine Sicht auf die Bahnhofs-, Park- und Stadtzerstörung handelt. Die Sicht auf den unzerstörten Bahnhof und Park wäre jedenfalls weit schöner als diese Lust am Untergang.


Der kleine Blechzirkus
Tuesday 15. September 21:09
Eine der vielen Gruppen gegen Stuttgart 21… einmalige Protestkultur…

IMG_7863

bei einer kleinen Probe vor einer Demo auf dem Schlossplatz


Der Dichter spricht (35)
Monday 14. September 19:28
„Es schleicht sich Eitelkeit allhie an allen Enden ein.“
_____________________________________________

Aufgeführt beim Europäischen Musikfest Stuttgart am 10.9.2015. Originaler Zusammenhang in der Kantate 194 von J.S. Bach ist Kirchenbau und Orgelweihe, leicht zu übertragen auf andere Bauvorhaben wie Stuttgart 21.



Stuttgart 21 stolpert
Sunday 13. September 22:57
Aus der aktuellen Rundmail von Dr. Werner Sauerborn:
„Seit dem 2012er Offenbarungseid ist viel passiert: das Projekt stolpert vor sich hin, Umplanungen wie auf den Fildern oder beim Nesenbachdüker oder Nachbesserungen beim Brandschutz und beim Lärmschutz lassen die Kostenlawine ungebremst weiter rollen.“



"Gesamtmaßnahme"
Saturday 12. September 13:56
Nach alledem lehnt die SGF (Schutzgemeinschaft Filder) sowohl die Gesamtmaßnahme Stuttgart 21, als auch den Filderabschnitt mit oder ohne Aufteilung in 2 Abschnitte als deutliche Verschlechterung der Bahninfrastruktur des Großraums Stuttgart entschieden ab und verlangt, die Feststellung zu verweigern.“
_______________________________________
Schluss der Presseerklärung der SGF
Presseerklärung der Schutzgemeinschaft Filder zur AbschnittsbildungPresseerklärung der Schutzgemeinschaft Filder zur Abschnittsbildung


Die Angst sitzt tief
Friday 11. September 17:42
Kommentar zum Artikel in der Stuttgarter Zeitung stuttgart-21-einspruch-gegen-filderplaene von Rudolf Renz:

„Besser können die S21-Lobbyisten ihre Angst vor dem Projektabbruch nicht belegen: Bloß nichts öffentlich erörtern müssen. Und dort, wo man es versehentlich getan hat (letzte Erörterung), musste man den Stecker ziehen als es brenzlig wurde (siehe die Ausführungen von Dr. Engelhardt, die jäh beendet wurden). Die Angst sitzt tief. zu Recht.“
_____________________________________________

Statement S.B. am 12.November 2014 gegen Ende der Anhörung Filderbahnhof in der Filderhalle Leinfelden:
"Die guten Gründe sind weitgehend abhanden gekommen und damit ist die Sinnhaftigkeit des Projekts und die Planrechtfertigung dahin.“



Website in Reparatur
Saturday 05. September 15:49
Blog kann momentan nicht geführt werden.

verzweifelter Kampf
Thursday 03. September 22:43
Aus der Demorede von Dr. Angelika Linck vom vergangenen Montag: „Die Deutsche Bahn und die regierenden Politiker führen einen verzweifelten Kampf gegen die Realitäten, gegen die Geologie, gegen das Wasser, gegen die Physik, gegen alle Vernunft, gegen alle ökonomischen und verkehrswissenschaftlichen Erkenntnisse.“

dreiste Behauptung
Wednesday 02. September 23:07

img_9112-copy-copy



immer dienstags 7:00 Uhr
Tuesday 01. September 08:50

img_9118http://www.bei-abriss-aufstand.de/2015/09/09/bericht-vom-fruehstueck-am-bauzaun-am-dienstag-8-9-2015/#more-58868

Letzten Dienstag waren es etwa 30 Blockierer zum 5. Jahrestag des Abrissbeginns des Nordflügels, heute fünf Leute (zwei Frauen, drei Männer), die blockerten. Polizei war zu sehen, hat aber bis 7:40 noch niemand angesprochen oder zum Räumen aufgefordert.
Mein ICE fuhr 7:51, deshalb kann ich jetzt noch nichts über den weiteren Verlauf der Blockade berichten, möchte es aber an dieser Stelle noch anfügen.

Nachtrag am 14.9.2015
aus BAA:

Zynismus mag eine psychologisch scharfe Waffe sein, doch damit lässt sich S21 nicht stoppen. Das wissen auch die S21-Gegner, die sich jeden Dienstag ab 7:00 vor einem der Bautore an der Baustelle am Hauptbahnhof treffen. Sie protestieren dort gegen das Projekt mit Worten, Flyern und Bannern. Es ist eine als Versammlung anerkannte Demonstration. Seit einigen Wochen findet sie dienstags vor dem Nordausgang am Kurt-Georg-Kiesinger-Platz statt. Hier werden all die Menschen erreicht, die jenseits des Platzes in den Büros am Mailänder Platz arbeiten und morgens schnellen Schrittes an der Baustelle vorbei zu ihren Arbeitsstellen streben. Gespräche kommen zwar nicht zustande, man hetzt zur Arbeit, doch Flyer werden mitgenommen.
Da kann man doch nichts mehr machen, es ist vorbei, sie bauen“, sagte eine Dame im Vorbeigehen. Es ist erstaunlich, wie wenig sich „der Bürger“ zutraut. Doch Fatalismus zieht sich wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte.  Schon vor knapp 500 (!) Jahren schrieb der Philosoph und Politiker Michel de Montaigne (1533-1592): „Ich war immer erstaunt, dass Könige so leicht glauben können, sie bedeuteten alles, und dass das Volk so leicht glaubt, es bedeute nichts.“  
Schade, dass dieser Glaube sich beharrlich hält, denn mit dem
Vertrauen in die eigene Kraft, die im Zivilen Ungehorsam ihren Ausdruck findet, wäre es möglich, dem Projekt die Stirn zu bieten. Ein Dutzend Parkschützer waren es am gestrigen Dienstag, die vor dem Bautor standen und mit Bannern die immer wiederkehrende Forderung nach einem Stopp der Stadt- und Naturzerstörung postulierten. Mehrere Fahrzeuge, die die Baustelle verlassen bzw. dort einfahren wollten, wurden zunächst von der Polizei zurückgeschickt (die Baustelle hat nicht nur eine Zufahrt). Schließlich – nach eineinhalb Stunden – beugten sich jedoch die Einsatzbeamten der Weigerung der LKW-Fahrer, eine andere Route zu nehmen und so wurde die Versammlung aufgelöst und den Demonstranten ein neuer Versammlungsort zugewiesen. Nach einer dreimaligen Durchsage des Einsatzleiters rollten die Demonstranten ihre Banner zusammen und verließen den Kurt-Georg-Kiesinger-Platz.
Kurz vorher machte der Bauleiter noch ein paar Fotos von der Situation vor dem Bautor und erklärte auf Nachfrage, dass er ja Beweise haben müsse, wenn seine Firma
Regressansprüche wegen der Bauverzögerung (!) machen wollte. Das ist dann der ganz normale (Denk)-Wahnsinn, den S21 produziert. Man braucht immer wieder solche Erlebnisse, damit man merkt, dass bei S21 Welten aufeinander prallen. Immerhin ist eine Demonstration ein vom Grundgesetz geschützter Akt des Bürgerrechts und zudem …  zum Thema Regress hätten doch zunächst einmal all die S21-Geschädigten –  in Stuttgart von Lärm, Staub, Erschütterungen und Verspätungen betroffenen Bürger - das Recht, hier Ansprüche anzumelden.
Die gestrige Demonstration dauerte
von 6:45 bis 8:45 und stand unter dem Motto, das Bahnchef Grube (s.o.) vor zweieinhalb Jahren selber so eindrucksvoll ausgesprochen hatte. Allerspätestens seit diesem Zeitpunkt – März 2013 – ist die Forderung nach einem Baustopp aufgrund des mit Grubes Aussage verbundenen Eingeständnisses von Fehlplanung und Konzeptlosigkeit die Basis für jede Demonstration. Die Gründe für einen Baustopp sind so vielfältig wie der Protest. Juristische, technische und finanzielle Tatsachen sprechen für einen sofortigen Baustopp.
Die Argumente gegen S21 sind weder Meinungen noch Behauptungen, sondern
Tatsachen, die den Argumenten der Bahn für einen Bau von S21 entgegen stehen. Vor genau fünf Jahren wurde an der Stelle der gestrigen Demonstration mit dem Baggerbiss der Abriss des Nordflügels begonnen. Es war nicht ein behutsames Abtragen der wertvollen historischen Natursteine, sondern es war ein Tatsachen schaffendes, hektisches Zerstören des denkmalgeschützten Nordflügels. Und das alles, noch bevor über den Einspruch entschieden war, den der Enkel des Architekten Bonatz, Peter Dübbers, gegen den Abriss erhoben hatte.  Auch an diesen Teil der mutwilligen Stadtzerstörung – Unrecht pflastert den Weg von S21 -  wollte die gestrige Demonstration erinnern.
(Fotos und Bericht: Petra Brixel)




Demoplakat heute
Monday 31. August 11:42

IMG_2483

„Der Baufortschritt ist eben keine ausreichende Begründung für dasLügenprojekt, die "21 guten Gründe" dafür sind schon seit Ende Dezember 2013 aus dem Verkehr gezogen“ (aus meinem Kommentar heute zu Artikel i.d. Stuttgarter Zeitung neue-eroerterung-ist-nicht-geplant).

_________________________________________

In diesem Blog steht täglich eine
Information,
Glosse,
Satire,
Karikatur,
Foto
oder Zitat als Kritik an Stuttgart 21 oder
Argument für den Erhalt des Kopfbahnhofs.




Blog ab 1.1.2009